Twitter Listen recherchieren und nutzen

Twitter-Listen sind eine feine Sache und haben einige Vorteile:

1. Ordnung im Account
Folgt man vielen Nutzern verliert man schnell den Überblick darüber, wem man eigentlich folgt und was die einzelnen so schreiben. Listen bieten hier Ordnung außerdem säubert man damit auch sein eigenen Stream von zu viel Tweets, in dem man sehr aktive Accounts, die sonst für ein „lautes Grundrauschen“ im Twitterstream sorgen in die passende Liste auslagert.

2. Thematische Newskanäle
Mit Listen lassen sich Accounts thematisch gruppieren, was einem hilft sich für jedes Thema gezielt eigene Newskanäle aufzubauen.

3. Anonym Folgen
Noch besser daran ist, dass man auch Leute auf Listen setzen kann, denen man gar nicht folgt. Macht man das noch mit einer privaten Listen kann man damit anderen Twitter-Usern anonym folgen.

4. Relevante Accounts finden
Fremde Twitter-Listen, die zu einem geeigneten Thema angelegt wurden (z.B. Politiker einer Partei, Schriftsteller, Olympiateilnehmer) bieten eine gute Möglichkeit übersichtlich nach weiteren lohnenswerten Accounts zu fahnden, denen man folgen könnte.

Wie findet man gute Twitter-Listen?

Allerdings ist es nicht immer einfach die guten Listen zu finden. Robert Scoble schrieb 2010 bereits einen lesenswerten Artikel über die Schwierigkeiten gute Twitter-Listen zu finden und seitdem hat sich nur wenig getan. Mit Listorious gibt es zwar ein interessantes Tool, aber gerade für eher spezifische Themen oder deutschsprachige Twitterer taugt es nur eingeschränkt.

Um nun also dennoch zu guten Twitter-Listen zu kommen, die ich abonnieren/verarbeiten kann, habe ich mir mehrere Strategien zugelegt:

1. Ich suche mir einen Twitter-Nutzer, von dem ich ausgehen kann, dass er auf einer gesuchten thematischen Liste steht und schaue nach auf welchen Listen er steht bzw. wen dann diese Listen noch beinhalten.

2. Das selbe Spiel klappt oft auch umgekehrt: Ich suche den Account der zugehörigen „Institution“ z.B. der Fraktion einer Partei, dem Fussballverein oder einer Zeitung und schaue nach, welche Listen sie pflegen und wer darin steckt.

3. Manchmal lohnt sich auch die Suche über einen vertrauenswürdigen Account, der sich vermutlich mit dem Thema auskennt bzw. das Thema beobachtet. Zu denken wäre da wieder an diverse Medienorganisationen oder (Fach-)Journalisten, Berufsverbände, Lobby-Organisationen etc.

4. Nicht vergessen sollte man auch ganz banal die Google-Suche, in dem man dort mit [allinurl:SCHLAGWORT Twitter.com -Search] nach Namen von Twitterlisten sucht.

Tools für Twitter-Listen

  • TweepDiff – Twitter-Listen vergleichen und auf Doppelungen bzw. Unterschiede checken.
  • Listcopy – Twitter Listen in den eigenen Account kopieren, um sie dort dann zu editieren.
  • Listimonkey – Twitter-Listen nach Schlagwort filtern und als –Email abonnieren
  • Doesfollow – Enthält eine Twitter-Liste einen bestimmten User?

Tipps zum Arbeiten mit Twitter-Listen

Bestimmte thematische Gruppierungen für Twitter-Listen sind geradezu universell nutzbar und sind als erste Ansatzpunkte für die Erstellung eigener Listen recht praktisch:

  • Kollegen
  • Freunde
  • Technik&Tools
  • Hobby
  • Nachrichten&Aktuelles
  • Unterhaltung&Fun
  • Aktuelles Recherche-Thema

Am sinnvollsten lassen sich Twitter-Listen dann in einem Twitterclient wie Tweetdeck (siehe Screenshot) oder Hootsuite nutzen, da man dort direkt mehrere Listen nebeneinander mit einem Schlag sehen kann. Optisch sehr schick lassen sich Twitter-Listen quasi auch als Online-Magazin mit Hilfe der Ipad/Iphone-App Flipboard  nutzen.

Auch für Twitterlisten gelten gewisse Einschränkungen, so darf man max. 20 Listen anlegen und kann darin jeweils 500 Accounts hinzufügen. Ein Limit für Listen-Abonnements scheint es nicht zu geben.

Nachtrag (30.10.2012) : Ein Rundum-Sorglos-Tutorialpaket für Listen-Einsteiger gibt es übrigens bei @martingiesler.

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